Hall of Fame

Hall of Fame – eine kleine Vorschau

Hier präsentiere ich in absolut unwillkürlicher Reihenfolge meine Lieblingsbücher. Bücher, die ich -zig mal gelesen habe, die ich immer wieder lesen werde und ohne die ich nicht sein kann. Sie mögen sich wundern, dass hier Comics neben Krimis, Klassikern, Kolportage, Wahnsinnigem, Elitärem, Hochgestochenem und Trivialem stehen. Aber so ist es halt, wenn man gerne liest. Lesen kennt keine Grenzen; höchstens die eigenen und auch diese nicht immer.

Andreas Heller: Um die Wurst

Das Buch ist Kult! Andreas Heller führt uns in seinem Buch „Rund um die Wurst. Meistermetzger der Schweiz“ durch die Höhen der Schweizerischen Wurstkultur. Vorgestellt werden in Wort und Bild rund 40 Metzger und ihre Spezialitäten. Das Buch besticht nicht nur durch ausgezeichnetes Bildmaterial (die Würste sehen abolut Spitze aus und manche der Metzger so, als ob sie schon vor dem Frühstück Kälbchen und Schweinchen erwürgen … herrlich!) sondern auch durch liebevolle Texte und Zitate. So antwortet der Metzger Buffoni auf die Frage, welches denn seine Lieblingswurst sei: „Han i alli mini Wursteli gern. Sind wi mini Chind.“

Ein Buch für Herz, Gemüt, Bauch und Darm, erschienen im Echtzeit Verlag

Peter Bichsel: Das literarische Werk

Seine Geschichten sind winzig, sein literarisches Werk ist klein, seine Sprache ist gross: Peter Bichsel.

Neben seinen essayistischen Arbeiten, die in der Presse wie auch in Buchform erschienen sind, hat Peter Bichsel das geschafft, was viele eben nie hinkriegen: mit wenigen hundert Seiten die Schweizer Grenzen zu sprengen und internationale Anerkennung zu finden.

Seine feinen Geschichten, die er mit scharfem Blick auf das alltäglich Gewöhnliche präsentiert, gehören für mich zum Schönsten, was die Schweizer Literatur zu bieten hat. Knapp und präzise entstehen Alltagsgeschichten, wie wir sie eigentlich auch kennen aber selten zur Kenntnis nehmen. Bichsel ist ein Chronist seiner und unserer menschlicher Umfelder, seine Geschichten sind Skizzen aus dem Leben, geschrieben in markant knappen einprägsamen Sätzen.

Sein literarisches Werk gehört in die Jackentasche aller Kopfreisender!

Donald Duck

Ein ganz besonderer Platz gebührt dem 1934 geborenen Erpel Donald Duck. Anfänglich nur als pure Nebenfigur gedacht, entwickelte er sich über all die Jahrzehnte zu einer eigenständigen, charaktervollen Figur, voller Zweifel, Zwiespältigkeit und Widersprüche. Der cholerische Langzeit-Arbeitslose mit einem oft fatalen Hang zu kleinbürgerlichen Ideologien hat sich über 75 Jahre durch die Niedrigkeiten des Erpel-Daseins geschlagen und weder an Aktualität noch an Ueberlebenswille verloren. Die grosse Fan-Gemeinde bestätigt dies. Das Phänomenale an Donald ist seine Power, die nie nachlässt. Obwohl er Jobs schneller wechselt oder wechseln muss, als andere Leute ihre Socken, gibt er nie auf. Nichts erscheint ihm unmöglich. Sogar wenn ihn der Erzkapitalist Dagobert an den Nordpol schickt, um dort Kühlschränke zu verkaufen, so erfüllt er diese Aufgabe und gibt sein Bestes. Dass er chronisch vom Pech verfolgt wird, hat er sich teilweise selber zuzuschreiben. Seine Unbeherrschtheit kriegen dann auch seine Neffen Tick, Trick und Track häufig zu spüren. Allerdings wissen die sich meistens zu helfen. Auch in der Liebe zu seiner Dauerverlobten Daisy kommt es immer wieder zu Brüchen. Wenn Donald seiner Daisy mit erigiertem Pürzel nachwatschelt und mit erpeligem Imponiergehabe protzt, fällt er des öfteren auf den Schnabel.

Aber Donald wäre nicht Donald, wenn er klein beigeben würde. Weiter so, mein lieber Erpel!

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Meine Lieblingsgeschichten:

  • Donald Duck und der Spuk vom Gumpensund (1958)
  • Im Land der viereckigen Eier (1949)
  • Wiedersehn mit Klondike (1983

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