Allen Ginsberg: Howl - Das Geheul

Im Oktober 1955 fand eine denkwürdige Lesung in der Six Gallery in San Francisco statt: Allen Ginsberg trug den ersten Teil des Gedichts HOWL vor.

"I saw the best minds of my generation destroyed by madness, starving hysterical naked..."

Dieses Gedicht war nicht nur Ausdruck der Unzufriedenheit und der Hoffnungen der sogenannten Beat-Generation, sondern ist auch ein bahnbrechendes Werk in der amerikanischen Literatur, durchaus vergleichbar mit Walt Whitmans "Leaves of Grass", welches 1855 erschienen ist, also genau 100 Jahre vor der grossen Lesung von Ginsberg. Ferlinghetti (City Lights Books) veröffentlichte HOWL und andere Gedichte, was unweigerlich zu einer Beschlagnahmung eines Teils der Auflage und zu einem Prozess führte. Einem Prozess, den der amerikanische Staat und die Sittenapostel verloren, weil nicht zuletzt namhafte Vertreter und Vertreterinnen aus Kultur und Politik sich für Ginsberg und Ferlinghetti einsetzten und bekannte Literaturwissenschaftler zu HOWL positiv Stellung nahmen. Dadurch wurde HOWL weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt; eine hübsche zweisprachige Ausgabe ist 1959 beim Limes-Verlag in Deutschland erschienen.

HOWL muss man gelesen haben, und zwar am besten LAUT! Es ist das unglaublichste und gewaltigste Gedicht, das ich je gelesen habe und das ich auch immer wieder lesen werde. Und es ist eines der wenigen Bücher mit persönlicher Widmung des Autors, welches ich immer in der Nähe habe und welches ich nie nie nie weggeben werde.

howl

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